Ursula Rutishauser

Projekt "en passant"
21.3. - 27.5.2020

Mit den Massnahmen des Bundesrats zur Eindämmung der Corona Pandemie fiel die geplante Ausstellung und Performance von Ursula Rutishauser der besonderen Situation zum Opfer. Auf unsere Anfrage hat sie sich spontan entschieden, ein Projekt zur aktuellen Situation zu starten und den Kontakt mit den Steffisburgern aus Distanz aufzunehmen.

Sie schneidet Worte und Objekte in aktuelle Plakate von Schweizer Kunstinstitutionen, die durch die gegenwärtige Situation und diesen Eingriff eine neue Bedeutung erhalten. Die Arbeiten füllen nun nach und nach den Warteraum im Kunsthaus. So entsteht eine Herberge für das aktuelle Kunstschaffen mit Gedanken zum neuen, aussergewöhnlichen Alltag.

Zum Frühlingsanfang, am 21.3.2020, haben wir den ersten Umschlag per Post erhalten und, statt Vernissage zur geplanten Ausstellung zu halten und sich von ihrer Performance einnehmen zu lassen, ihre erste Arbeit zum neuen Projekt im Kunsthaus installiert. Seither erreichen uns per Post rund zwei neue Arbeiten pro Woche mit einem Begleitbrief an die Passanten. Kommunikationsprozess und Briefe werden im Schalterraum laufend dokumentiert.

Schauen Sie doch vorbei!  … entweder vor Ort, «en passant» eben, oder auf unsrer Website, wo Sie den Projektverlauf in unserer neuen Rubrik Bulletin verfolgen können.

Alice Henkes hat einen Artikel zum Projekt auf artlog.net verfasst.

Steffisburg in Bildern

Fotosammlung Schenk-Streuli
15.12. 2019 - 23.2.2020

Die Fotosammlung Schenk-Streuli ist ein grosser Fundus von Bildern aus dem Steffisburg der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und im Besitze der Gemeinde.

Das Kunsthaus Steffisburg zeigt erstmals die prägnantesten Bilder der Sammlung und versetzt das Publikum in die Jugendjahre ihrer Eltern, Gross- und Urgrosseltern. Sie verdeutlichen die schleichenden Veränderungen, die uns vergessen lassen, wie schnell wir unsere Umgebung umbauen – unwillkürlich besinnen wir uns auf das “woher” und werden nachdenklich in Bezug auf das “wohin”.

Mickry 3

15.9. 2019 - 3.11.2019

Mickry 3, drei Künstlerinnen aus Zürich, haben sich von den drei langgezogenen Steffisburger Dorfbrunnen inspirieren lassen. Diese traditionellen Orte der Tränke wurden für ein paar Wochen zur Heimat neu geschaffener Figuren, einem Delphin auf dem Sprung, einer sperrigen Schlange und einem gutgelaunten Mädchen. Sie wecken Gefühle, werfen Fragen auf und laden zum Sinnieren ein. Als Ergänzung und Kontrapunkt zeigten Mickry 3 eine Installation «Warten auf den Durchbruch» im Kunsthaus selber. Die Homage an das ehemalige Bushäuschen spannt einen fragenden Bogen zwischen seiner Vergangenheit, dem Jetzt und seiner ungewissen Zukunft.

Victorine Müller

31.3. 2019 - 18.5.2019

Ob in der Performance, einem Gargoyle im Warteraum oder der winterlichen Berglandschaft im Video: Victorine Müllers Arbeiten entwerfen ein Bestiarium von pflanzlichen, tierischen und menschlichen Hybrid-Wesen, in Wandlung begriffen und in mysteriöses Licht getaucht. In ihrer Leichtigkeit und Durchlässigkeit nähren sie die Ahnung, dass es phantasievollere Universen gibt als unsere funktional und rational geordnete Welt. In der vierten Ausstellung des «Bestiarium Helveticum» zeigt Victorine Müller eine neu entwickelte Performance: Ein bewegtes Luftwesen trägt sie auf dem Dach durch die Nacht.

Insekten

17.2. 2019 - 23.3.2019

Liz Bachhuber / Jürg Benninger / Hannes Brunner / Monsignore Dies / Eggs Bitschin / Reto Emch / Hanswalter Graf / Res Ingold / Jakob Jenzer / maboart / Daniela de Maddalena / Victorine Müller / susanne muller / Patrick Nardin / Pat Noser / Pavel Schmidt

Mit der dritten Ausstellung des Bestiarium Helveticum zeigt das Kunsthaus Steffisburg eine Brutstätte von «Insekten» aus der Sicht der Menschen: Von Kunst bis Plastikspielzeug, von Film, Kinderzeichnung bis Schmuck. … und nimmt damit Bezug zum gravierenden Insektensterben.

Eggs Bitschin / Richard Abegg

9.12. 2018 - 27.1.2019

In der zweiten Ausstellung des Zyklus Bestiarium Helveticum treffen sich das Walliser Künstler-Duo Eggs Bitschin und der Steffisburger Holzbildhauer Richard Abegg und stellen eine einheimische Tiergattung ins Zentrum: Die Kuh/der Stier ist in dieser Doppelschau einerseits als einheimisches Nutztier, andererseits als Protagonist griechischer Mythologie dargestellt. Das wissenschaftliche Auge des Tierarztes Abegg und der spielerische Blick der Installationskünstler Eggs Bitschin ergänzen sich im Kunsthaus Steffisburg gegenseitig, um gemeinsam für den Betrachter eine Welt innerhalb eines mystischen und realistischen Bestiarium Helveticum zu öffnen.

Bestiarium Helveticum

30.9.2018 - 11.11.2018

Selina Baumann / Mickry 3 / Monsignore Dies / Olivier Estoppey / Pavel Schmidt

Die erste Ausstellung inszeniert das «Bestiarium Helveticum», ein thematischer Bogen zwischen Vorstellung eigener Realität, Halbwahrheit und erdichteter Geschichte in den Bildwelten schweizerischer Künstler. Das Tier, das Halbwesen und das Monster sind dabei eher der Schlagschatten als Ausgangspunkt der künstlerischen Arbeit. Die Dachkante als Ort der Ausstellung zu nutzen, sprengt die ursprünglichen architektonischen Grenzen des Baus und schafft neue Räume zwischen Denkbarem und Undenkbarem. So wird sie zur Ausstellungsplattform in Anlehnung an die Umfassungsmauer der Villa Palagonia in Sizilien mit ihren faszinierenden, monsterhaften Skulpturen.

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